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Moin, Hamburg.

Wenn die „Elbphilharmonie“ aus den Schlagzeilen verschwindet, dann müssen eben andere Geschichten her.

Ausgangspunkt: Eine ganz normale Geschäftsreise in den Norden der Republik. Ich steige in ein Taxi und die Fahrt zum Hotel  geht an der Elbphilharmonie vorbei. Der Taxifahrer regt sich über die verbrannten Steuergelder auf. Auf meinem Smartphone lese ich gerade was die Hamburger Medienhäuser so umtreibt. Der Spiegel feuert seine Chefredakteure und das Bertelsmann Tochterunternehmen G+J stellt einen neuen Vorstand auf unter dem Vorsitz von Frau Jäkel.

Hintergrund: Die Auflagen sinken. Handlungsbedarf ist gefragt. Neue Köpfe müssen her oder besser gesagt neue Konzepte. Oder neue Geschichten? Das Intermezzo der Flaggschiffe SPIEGEL und stern erinnert ein wenig an Hilflosigkeit oder sollte man sagen Neuorientierung?  Standen doch bisher beide Verlagshäuser für höchste journalistische Ansprüche, für Qualität. Die digitale Welt so scheint es, bringt die journalistischen Hochburgen doch kräftiger ins Wanken, als alle dachten.

Die stern Verantwortlichen träumen, nein drucken 1,6 Mio. Auflage und setzen in der Einführungsphase  auf die 1,- Euro Taktik. Verkaufte Auflage, egal wie. Wir brauchen Erfolg. Wir brauchen eine gute Story. Wo sind die kreativen Ideen? Gewinnt man so neue, jüngere Leser und das Vertrauen der Werbewirtschaft? Die IVW Meldung im April wird uns zeigen, ob die Rechnung aufgegangen ist.

Was der stern kann, kann der Spiegel schon lange. Die Trennung der Blattmacher an der Print und Digitalfront überrascht. Die Schlagzeilen haben sie, aber, das Vertrauen schwindet. Im täglichen Kampf um den besten Content ist jedes Mittel recht. Dann rollen auch schon einmal Köpfe. Fehlt es den Medienmanagern an Ideen, an Geschichten Menschen zu begeistern? Leser mit auf die Reise zu nehmen, ihnen spannenden Unterhaltung zu bieten?  Die Schnelllebigkeit fordert ihren Tribut.

Den Hamburgern gehen die Geschichten aus. Dann produziert man schnell eigene und bleibt so in den Schlagzeilen.

Ein ganz normaler Tag – in Hamburg? Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.

Herzlichst

Ihr

Hans Schneider

 

 

1.  Dass man nur das ausgeben kann, was man hat!

2.  Dass haushalterische Tricks nur ein Etappensieg ist!

3.  Dass Zugeständnisse abhängig machen!

Die Einigung im Haushaltsstreit gilt als Erfolg für Präsident Barack Obama, da die Republikaner insbesondere bei der Besteuerung von reichen Amerikanern Zugeständnisse machten!

Zugeständnisse (?), haushalterische Tricks (?) Irgendwie kommen mir diese Begriffe bekannt vor. Wenn sie auch in unserer Werbebranche anders beschrieben werden, dann sehe ich doch eine gewisse Prallele. Im Vorfeld stehen immer Verhandlungen, Rituale, Machtspiele. Bei den einen (USA) geht es um den Haushalt, bei den anderen (Mediaagenturen, Medienvertreter und Kunden) geht es um den Mediaetat, um Transparenz und Offenheit im Mediageschäft. “Wer beraten will, darf nicht verkaufen wollen!” Wenn Zugeständnisse auf dem Rücken anderer ausgetragen werden, kann man dies als mediatechnische Raffinesse abtun. Hauptsache, ich, mein Unternehmen hat einen Vorteil. Oder Hauptsache meine Wähler sind zufrieden!  Formal alles richtig? Der Wettbewerb oder die Konkurenz schläft bekannlich nicht. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Der Stärkere gewinnt. Oder der mit dem besten Einkauf. Moral, ist hier fehl am Platze.  Wähler oder Werbetreibende sind für ihren Haushalt, ihren Mediaetat verantwortlich. Die Ausführenden tun dies, was verlangt wird.

Das Mediageschäft wird kleinteiliger, digitaler, wird vielfältiger. Neben all den Einkaufsrabatten ist wieder mehr Kreativität gefragt. Die Architektur einer effizienten und effektiven Mediaplanung wird komplexer. Mit der Brechstange – knallharte Verhandlungen – geht nicht mehr alles. Kunden hinterfragen kritischer. Medien können nicht mehr so wie in den guten alten Zeiten, als man noch Marktanteile erobern konnte wie man wollte! Und die Werbetreibenden, die großen Player haben mitgespielt. Alles legitim. Friede, Freude, Eierkuchen. Was lernen wir?  Wir sollten nicht nur auf die Haushalte der anderen schauen.

Ich wünsche uns und Ihnen – gerne auch zusammen – ein erfolgreiches Jahr 2013.

In diesem Sinne.

Ihr

Hans

Gastkommentar von
Heiko Zacher
Grouphead Strategische Planung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, seinen öffentlichen Gesangesauftritt zu gestalten,
„hochwertig“ in der Scala oder Met, „mittelmässig“ in der Castingshow oder „gut gemeint“ in der Karaoke Bar. Irgend einen Applaus kriegt man immer, es kommt dabei nicht nur drauf an, von wie vielen sondern auch von wem. Genauso verhält es sich auch in der Königsdisziplin der Kommunikation: effektives internationales Lead-Management ist nichts für Adressenzähler und -saldierer, sondern eher für ABC Analytiker. Kaum zu glauben – aber wahr, hier werden noch sehr viele Chancen verschenkt, sei es
1. beim eigenen Repertoire
- Nur wer etwas liefert was die Leute auch hören wollen, wird viele (und vor allem die gewünschten) Menschen mobilisieren.
Der Unterschied zwischen dem richtigen „Song“ und dem „fast richtigen“ ist dabei in etwa so wie der zwischen „Looking for freedom“ und „Chimes of freedom“
2. beim Bühnenequipment
- „Such mal das stärkste Print Medium in Kasachstan oder sonstwo zwischen Europa und Asien, setz einen Flyer auf das zugehörige Onlineportal und warte“ reicht eben nicht.
Es geht selbst bei reinen Produktkampagnen (darfs die überhaupt noch geben???) immer mehr auch darum, Vertrauen, Sympathie, Partnerschaft, Nutzwert, Kompetenz, Glaubwürdigkeit, Dialogfähigkeit, Effizienz, Verlässlichkeit, Liefersicherheit, Problemrelevanz, Freude, landesspezifisches Engagement, Nachhaltigkeit, … in die Wagschale zu werfen – das geht nicht allein über Reichweiten und Zugriffszahlen.
3. bei der After Show Party
- Huch ganz viele Leute! – Hab ich denen vielleicht noch mehr zu erzählen, außer dem was sie sich sowieso grad downgeloaded haben? Wenn nicht muss ich eigentlich auch gar nicht zu wissen wer das ist.
Vorbereitet sein, auf das was kommen kann/soll ist die Devise. Ein Konzert ohne „Zugabe“ ist nicht wirklich eins. Am aller schlimmsten ist´s wenn noch nichtmal „Zugabe“ gerufen wird aus dem Auditorium.

Wie auch immer, der Spagat zwischen individueller Informations- und Reizüberflutung der Zielgruppe bei immer selektiverer Rezeptionsbereitschaft geht weiter auseinander. Nicht nur – aber umso mehr bei BtoB Entscheidern ist die Zeit für „Ich schau mich mal um und geh dann shoppen“ begrenzt. Information auf den Punkt ist gefragt. Ich lass nur an mich ran; was mich im Argumentationskreis im Buying Center weiterbringt. Da kann es schon mal sein, dass ich mir ein Whitepaper über Werkstoffsimulation eben nicht downloade, weil ichs – zwar prinzipiell schon aber eben momentan grad nicht – brauche, da ich auf der dringenden Suche nach Analog-Digital Konvertern bin. Die Folge ist: Der Lead fehlt mir dann eben. Pech?
Unter anderem aus diesem Grund versucht man übrigens, Lead Kampagnen als längerfristige Aktionen zu etablieren (natürlich richtig !). Irgendwann trifft man schon die Phase bei der Zielgruppe in der´s um meine Produkte/ Marke geht (Suboptimal). Viel zu stiefmütterlich wird dabei aber wirklich auf Markensynergien und Irradiationseffekte gesetzt. „War schon immer gut – ist auch jetzt gut“ ist mehr wert als man denkt. So kann man auch beispielsweise auf ein Springsteen Konzert immer gehen, egal ob man schon weiß wie das neue Album ist. Bei einigen anderen sollte man erstmal abwarten.
Alles in allem: Jeder Lead ist schon durchs Konkurrenztrommeln durch und bei mir gelanded. Stellen Sie sicher, daß die Potenziale ausgeschöpft werden. Es gibt mit den tatsächlich qualifizierten Leads Arbeit genug, verbauen Sie sich nicht die Pflege dieser dadurch, dass Sie die unqualifizierten erst mühsam rauslesen müssen.
Und in jedem Fall drauf achten, wenns darum geht Vehikel für die „qualifizierten“ Leads zu finden: Es gibt einen Unterschied zwischen Bolschoi Ballett und „ein Lead für Baku“.
Heiko Zacher

… manchmal könnt´ man fragen: oder etwa doch?  Sind schiefe Mediapläne vielleicht deshalb schief, weil “schief” eingekauft?  Ein Thema, das allzu oft als gegeben hingenommen wird und zu selten wirklich hinterfragt.

Vielleicht sollte man das öfter tun. Mut haben, schiefe Pläne einfach mal gerade zu rücken, auch wenns dem einen oder anderen “War schon immer so”-Medium nicht gefällt. Im nächsten Mediaplan profitiert vielleicht gerade dieses Medium vom Geraderücken.

In unserer letzten Mailingaktion haben wir gesagt: „Wer beraten will, darf nicht verkaufen wollen!“
Zugegeben – etwas schwere Literatur in den warmen Sommertagen. Was ich sagen möchte; wir sollten alle wieder etwas transparenter und kritischer miteinander umgehen.
Verstehen, anstatt nebulös erklären oder gar hinnehmen heisst die Devise. Natürlich kann man eine Top Qualität zu Top Konditionen einkaufen. Man sollte nur die Zielsetzung immer im Auge haben vor der nicht jeder effiziente Mediaplan auch ein Optimum in Sachen kommunikativer Effektivität darstellt.

Und einmal Hand aufs Herz: Wer möchte nicht seine Botschaft im seriösen Umfeld eines erstklassigen Journalismus sehen?

Horizont schrieb am 23. Februar 2012: “Qualität muss zur Gattung werden”
Das Zitat kommt vom Spiegel Vermarktungschef Norbert Facklam. Dem ist nichts hinzuzufügen. Trash und Ramsch sind keine Alternative. Wir sägen alle am Ast auf dem wir sitzen.

Noch ein guter Rat: Eine objektive Planung steht vor einem guten Einkauf. Nicht umgekehrt.

Wir sollten alle in den Sommerferien einmal darüber nachdenken. Erfolgreiche Kommunikation braucht gute Programmumfelder bzw Platzierungen – sie  braucht guten Content.

In diesem Sinne eine schöne Ferienzeit.

Ihr

Hans Schneider

Essen kommen!

Aus Wiesbaden wurde Essen. Aus Fachverlagen werden moderne Dienstleister? Der Kongress der deutschen Fachpresse zieht um. Aus der hessischen Landeshauptstadt in das dynamisch, aufstrebsame Ruhrgebiet. Wenn Dynamik und Aufstrebsam die Brücke für die Fachpresse ist, dann Happy Birthday, liebe Fachpresse. Dynamisch und aufstrebsam und erfolgreich! Im Focus steht ” Wege zum Geld” verdienen?!  Wer würde da widersprechen wollen? Erlösmodelle der Zukunft – Wachstumschancen im B2B Geschäft. Wo liegen aber die Chancen?

Corporate Media? Crossmedia?  Social Media? Old Media?  Man darf gespannt sein, über die Weichenstellung in Essen. Als unbedarfter Beobachter der Branche sollte man sich auf das “Gold der Branche” konzentrieren. Es ist und bleibt das geschriebene Wort. Die journalistische Unabhängigkeit. Content ist gefragt. Content, die harte Währung der Branche.  Ob gedruckt oder digital. Es ist und war schlechthin die Leistung der Fachmedien, das journalistische Gut.

Und dies,  unabhängig vom Standort. Essen sollte keine Standortdiskussion in Gang setzen, sondern Impulse.  Das verlegerische Geschäft wird – keine Frage – anspruchsvoller und komplexer. Hier sind Strategien, Kreativität und Mut gefordert.

Ich freue mich auf Essen und auf die vielen persönlichen Gespräche mit den Verlegern.

In diesem Sinne bis bald, ich bin dabei.

Ihr

Hans Schneider

Social Media – die Ernüchterung tritt ein!
Die einen sagen so, die anderen sagen so. Social Media in aller Munde. In den Kundengesprächen nimmt es oft die meiste Zeit in Anspruch. Die Seminaranbieter haben Hochkonjunktur. Die Marketing Fachleute drücken noch einmal alle die Schulbank. Aufbruchstimmung in der Kommunikationswelt. Social Media der Messias ist nahe. Social Mobile Local (SoMoLo), Facebook, Xing, Fans und und und.
In einer aktuellen IBM Studie wird ein Missverständnis aufgedeckt: Die Werbetreibenden glauben, dass sich die Facebook Fans am liebsten über Produkte (learn about new products 73%) informieren?! Die Fans wollen aber das Gegenteil; Discount (81% ) ist ihnen am wichtigsten. Hier liegt wohl ein großes Missverständnis vor!
Die Ernüchterung macht sich breit. Untersuchungen beweisen es und Werbemanager bestätigen es. Social Media kocht auch nur mit Wasser. Ob Produkt Marketing oder Personal Recruitment – auch für Social Media wachsen die Bäume nicht in dem Himmel.

Ursachen aus meiner Sicht!
Ursache 1: Man legt die Handlung ungern in die Hände anderer. Die Planung und Steuerung von Kampagnen ist schließlich Sache der Marketingstrategen.
Ursache 2: Nur weil es viele tun, muss es nicht für alle richtig sein!
Ursache 3: Fans wollen etwas anderes als die Werbewirtschaft. Hinzu kommt bei BtoB Entscheidern: Es geht um Investitionsentscheidungen!! Und nicht um Small Talk oder erhöhte Rabatte.
Alles also ein großes Missverständnis??
Aber nein. Social Media ist angekommen in der realen Kommunikationswirtschaft, ein weiterer Kommunikationskanal, ein interaktiver Kanal. Auch und gerade vor dem Hintergrund der Markenführung ist diese ernüchternde Erkenntnis wichtig. Und Marken führen heißt: richtige Wege einschlagen mit einem kundenorientierten Nutzen im vertrauenswürdigen Umfeld. Es werden wieder mehr denn je unabhängiger, guter Content gesucht. Fixsterne der Orientierung. Leuchttürme mit Signalwirkung. Anker für meine Marke, für mein Unternehmen. Die Kommunikationswelt ist wieder ein Stück normaler geworden. Willkommen Social Media.
Noch einen schönen Tag

Ihr

Hans Schneider

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Wenn man den Trend sich anschaut, nehmen die Auflagen im Allgemeinen ab. Ausnahmen bestätigen – wie immer – die Regel. Landlust ist ein Beispiel dafür, daß Print durchaus noch lebt.

Auflagen sind insbesondere dann gute kommunikative Erfolgs-Indikatoren, wenn die Exemplare auch dahin gehen wo sie sollen.
Das führt in der Mediaplanung unweigerlich zur Frage:

Wie wichtig sind Auflagen in der Planung generell neben den Reichweiten ?

Wichtiger denn je – ich würde sogar fast von einer Renaissance der Auflagen sprechen.
Das ist wie in jedem betriebswirtschaftlichen “Markt”. Schrumpft ein Gesamtmarkt, wobei ein Element daraus stabil oder sogar steigend ist, spricht das doch ganz klar für dessen Bedeutung.
Die Titel, die sich trotz rückläufigem Gesamtauflagentrend nach vorne entwickeln nehmen überproportional an Bedeutung zu; sie dokumentieren Relevanz in der Zielgruppe respektive bei ihren Lesern.
Jedoch in einem Wachstumsmarkt die Leuchttürme zu finden ist dagegen weitaus schwieriger.

Bei der Reichweite muss man auch genauer hinschauen.
Reden wir von einer Bruttoreichweite in Mio oder einer Nettoreichweite in %?
Ein Beispiel: Die LAE hat 2011 ihre Grundgesamtheit um ca. 12% erhöht, das führt – ohne dass die Medien besonders effektiv eingreifen müssen – bei der Mediaplanung unweigerlich in nahezu allen LAE Zielgruppen zu einer Steigerung der “Bruttoreicheweite in Mio”. Prozentual, und um den Erhöhungsfaktor bereinigt sieht´s da freilich etwas anders aus. Man muss eben genauer hinschauen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Auflagen sind im Zweifel aktueller als Reichweiten (abh. von der Studienfeldphase).
Nichts desto trotz spiegeln Reichweiten besser als Auflagen das Zielgruppen Potenzial wider, das erreicht werden kann. Nicht nur wegen der Zusatzleser, sondern auch wegen der besseren Definitionsmöglichkeit der Zielgruppe. Man kann mit gängigen Markt-Media Studien hinreichend nah die definierte Marketing Zielgruppe erreichen.

Man sollte durchaus Auflagen ins Verhältnis zu Reichweiten stellen:

Der Spiegel erzielt in der aktuellen VA I/11 eine Reichweite (wtk) von 6,53 Mio Personen. Der Focus 5,17 Mio. (Spiegel = 26% mehr).
Vergleicht man die aktuellen verbreiteten Auflagen IVW III/2011 (Spiegel > 980.000; Focus > 576.000) ergibt sich ein etwas gravierenderes Bild: (Spiegel = 70% mehr)

Wie gesagt; man muss genauer hinschauen und die richtigen Schlüsse ziehen!: Zur finalen Entscheidung brauchen wir beides IVW geprüfte Auflagen (aktuelle Nachfrage) und marktkonforme z.B. ag ma Reichweiten für den Nachweis der Zielgruppen.

Also, Auflagen und Reichweiten.

Eine frohe Vorweihnachtszeit

Ihr

Hans Schneider

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Artikel von Gastkommentator
Rainer Braun
Senior Projektleiter
Strategische Planung I Research

Vielleicht ist die Anzeige ja von irgendwelchen Jurys prämiert worden und Pretests haben ausgezeichnete Leistungswerte prognostiziert. Aber was bringt die „beste“ Anzeige, wenn ich sie in Zeitschrift X schalte und meine Zielgruppe liest Zeitschrift Y? Oder es werden Prospekte versandt, die sofort in der Ablage P verschwinden, weil die Zielgruppe sich die Produktinfos lieber downloaded? Oder welche Messen frequentieren meine potentiellen Kunden überhaupt?
Gerade aus dieser Unsicherheit haben wir für unsere Kunden die metra®analyse entwickelt, die die ganzen Facetten des beruflichen Informationsverhaltens (inter- und intramedial) durchleuchtet. So können die Budgets zielgerichtet eingesetzt und die Zielgruppe dort erreicht werden, wo sie sich bewegt.
Also genauer hinschauen lohnt sich im wahrsten Sinne des Wortes.

Ihr Gastkommentator
Rainer Braun

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Visionen und Programminnovationen findet man derzeit eher selten im TV Programm. Risiken werden scharf kalkuliert, Programme wieder und wieder verwertet und erfolgreiche Formate ausgebaut. Für die Markenwerbung ist dies super vorherseh- bzw planbar.

TV wirkt und dies ist unstrittig und verzeiht viel – zu viel.  Für die Werbeteibenden wirds aber nicht unbedingt einfacher, neben todsicheren Planungen auf Leuchttürme zu setzen, wenn mittlerweile auf  jedem Sender Kosten sparende Documainment – Formate stundenweise den mehr oder weniger geneigten Audience Flow zusammenhalten. Man hat den Eindruck, alle bauen, richten ein, kochen, handwerken, erziehen und streiten sich an der Discounter Kasse. Macht ja auch jeder irgendwie. Wie machen´s die anderen? Konseqentes effizientes Zielgruppenfernsehen nennt man das…. Kost´nix – hilft viel.

Im Rahmen der aktuellen Studie “Massenkommunikation” von ARD und ZDF wird noch einmal klar deutlich, dass TV allen Unkenrufen zum Trotz noch das Leitmedium in Deutschland ist.  Vor Radio und dem schnell wachsenden  Internet.

ARD_ZDF_Medienkommission_-_Handout.pdf

A prospos Internet.  Das Stichwort heißt Medienkonvergenz. Also im konkreten Fall fernsehen und dabei im gleichen Kanal surfen. Der sich bald realisierenden Traum rückt immer näher. Fesselndes Zielgruppenprogramm – programmaffine Single Werbeumfelder – Interaktivitätsbutton beim Wein- oder Käsespot – Schwups alle Detailinfos zum grad gesehenen Produkt ohne wegschauen.  Fernsehen wird Internet. Internet wird Fernsehen. Ihre Marke ist dabei. All das im heimischen Wohnzimmer, am Smart TV, am Rechner oder auf dem  iPhone

Also, alles richtig gemacht, TV. Irgendwie schon.
Fernsehen ändert sich.

In diesem Sinne eine unterhaltsame Woche.

Ihr

Hans Schneider

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Artikel von Gastkommentator
Heiko Zacher
Grouphead Strategische Planung

Der alte Teich.
Ein Frosch springt hinein
das Geräusc
h des Wassers

(Matsuo Bashô, 1644 – 1694)


….oder wie die Marktforscher sagen:

1. Status quo in der Nullmessung
2. Moment/ Ereignis/ Maßnahme
3. Wirkung.

Und jetzt ziehen Sie Schlüsse, die das Wohl und Wehe Ihres Unternehmens mittel- bis langfristig beeinflussen.

Gut dass Sie im Informationszeitalter Ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Oder doch nicht?

Was gibt es nicht alles für Studien zu jedwedem Thema, und wie einfach (oder nicht) sind sie doch zu finden.

Und das bequeme daran: haben wir mal eine gefunden, die uns plausibel erscheint, glauben wir was drin steht. Wir verwechseln Kausalität mit Zufall (post hoc ergo propter hoc) weil es doch allzu sinnig erscheint, was da so drinsteht.

Wer sagt uns eigentlich, dass wir genau diese Studie nehmen müssen und nicht die, die im Google Ranking 8 Seiten weiter hinten steht? Hoffentlich der gesunde Menschenverstand des Forschers.

Haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, warum sie zur vermeintlich gleichen Fragestellung unterschiedliche Ausarbeitungen, Studien vorgestellt bekommen haben, die nicht nur das genaue Gegenteil voneinander aussagen, sondern auch noch beide Ihrer eigenen Einschätzung widersprechen? Bestimmt haben Sie das.
Und dabei haben Sie festgestellt, dass schon im Untersuchungssteckbrief eigentlich gar nicht Ihre Zielgruppe steht sondern nur eine ähnliche – manchmal noch nicht einmal in Fallzahlen die einen Statistiker im ersten Semester ruhig schlafen ließen.

Nicht zu vergessen der Bias und die Abbruchraten qualifizierter Probanden, der gerade im BtoB Bereich entsteht, wenn die Befragung von unmotivierten Call Center Agenten abgearbeitet werden.

Unsere Tipps für Sie sind eigentlich ganz logisch:

1. Nicht aus Bequemlichkeit der erst besten gefundenen Studie vertrauen, sondern gerne eine zweite Quelle einholen.
2. Betrachten Sie kritisch die Erhebungsmethodik und die Probanten.
3. Schauen Sie ob die Kausalität stimmt, also sind die Learnings auch schlüssig und konsistent mit Ihren Erfahrungen.

Gute Erkenntnisse wünscht
Ihr Gastkommentator
Heiko Zacher

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